Meischner's World

Öffnen wir den Vorhang in die eigentliche Lebenswirklichkeit

Gerade habe ich ein gut Din-A4-großes, linienfreies Notizbuch mit festem Einband vom Dachboden geholt, mit dem ich schon vor einigen Jahren die ersten Versuche gestartet hatte, Texte zu schreiben. Dabei flatterte mir folgendes Gedicht (Autor leider unbekannt) entgegen:

 

Es ist schon die ganze Zeit und von Anfang an da.

Und wenn es uns berührt, fühlen wir etwas sehr Vertrautes,
etwas, das wir oft übersehen
und was nur darauf wartet, ergriffen zu werden.

Ich glaube, das ist eine Art Erinnerung,
– nicht daran welche Lebensstory jeder abspult
oder wer oder was wir geworden sind,
sondern wie wir eigentlich gemeint sind,
der Grund unseres Seins, eine Ahnung davon.

Berühren wir diesen Geist. Öffnen wir den Vorhang
zur eigentlichen Lebenswirklichkeit,
zu unserem wahren M ö g l i c h k e i t s – S p i e l – R a u m !

 

Heute morgen beim Schneeschippen sind mir mal wieder niederschreibenswerte Gedanken gekommen. Doch sobald ich sie zu Papier bringen möchte, stehlen sich ihre letzten Funken scheu und still aus dem Raum meiner zugänglichen Erinnerungen. Wenn ich sie doch nur mal öfter zu fassen bekäme!

Gelingt mir dies unverhofft doch einmal, dann beeinflußt allein die Absicht des Niederschreibens diesen Gedankenstrom sofort: er scheint sich mittels vielfältigen sich in die Breite ausfächernden Nebenlinien (einem Flußdelta gleich) verlieren zu wollen, sobald er auf’s Papier gleiten soll. Und das, wo er sich doch gerade auf so unbefangene Weise entlang eines Themas zu entspinnen begonnen hatte! Das ging mir übrigens schon als Schülerin so – Themenverfehlung. Auf mündlichem Wege ist das selten ein Problem!

Generell bereitet mir das Schreiben jedoch viel Freude, überhaupt der Umgang und die Beschäftigung mit Sprache! Bereits in der Vergangenheit hatte ich einige kleine Gedichte verfasst, die ich unter der Rubrik „Kunst“ nach und nach veröffentlichen möchte. Freundliche Rückmeldung und Kritiken jederzeit herzlich willkommen!

Auch aufgrund meiner angeborenen Schwerhörigkeit und der damit verbundenen nach wie vor im öffentlichen Raum nur sehr flachen und einseitig möglichen Sprach-Hörverständigung, möchte ich das Texteschreiben künftig üben (u.a. mittels „leer schreiben“ und Gedankenlandkarten, falls die Gedanken nur so rauspurzeln Öffnen wir den Vorhang in die eigentliche Lebenswirklichkeit). Mal sehen…

Mir ist schmerzlich klar, wie schwer faßbar für „Normalhörende“ (und daher für sie nicht wirklich vermittelbar) die oft doch sehr weitreichenden Konsequenzen für Betroffene* sind. Sowie die daraus resultierende soziale Isolation – und dies trotz der i.d.R. gegebenen bestenfalls möglichen (!) Hörversorgung!

* Ich rede hier explizit von den einseitig Hörfähigen oder „nur“ mittelmäßig Schwerhörigen (Hörminderung bis etwa 85% Prozent), von jenen über 90 % der Betroffenen also, die die ganz normale Lautsprache verwenden!
Menschen mit minimalem Restgehör oder gar völlig Ertaubte benötigen und benutzen im Alltag weitestgehend andere Bewältigungsstrategien. Und speziell die Jüngeren sind meines Wissens auch sozial recht gut organisiert. Für eine wirklich angemessene Würdigung ihrer Situation fehlt mir schlicht der tiefere Einblick. Daher bitte ich um Verständnis, wenn ich mich nur auf die tatsächlich schwer Hörenden beziehe.

 

Ich jedenfalls habe deshalb schon seit längerem mit einer immer wieder reaktiv hochsteigenden depressiven Grundstimmung zu ringen, weshalb ich früher auch immer wieder psychologische Beratungsstellen aufgesucht hatte. Nun, nach dem ich nicht im eigentlichen Sinne psychisch krank bin, wie wiederholt bestätigt, und „man“ nichts machen kann, habe ich mich schon vor einiger Zeit kommentarlos, quasi freiwillig Öffnen wir den Vorhang in die eigentliche Lebenswirklichkeit, weitestgehend zurückgezogen. Vor allem dann, wenn ich im Tief hänge.

Dauerjammern ohne echte Perspektive liegt mir einfach nicht – und anderen sinnlos „am Rockzipfel hängen“ schon gar nicht !!

Immerhin: nachdem ich wenige Wochen vor Heiligabend zu einer sehr entschiedenen Haltung bezüglich meines Lebens gelangt bin, ist mir in unglaublicher Tiefe einiges an Zusammenhängen klar geworden. Und warum eine gesellschaftlich wirklich andockende Aktivität wohl bei den meisten Schwerhörigen kaum funktionieren kann – trotz vielfacher, wirklich lieb gemeinter Hilfsangebote!

Gleichzeitig sind in mir vor allem während der kürzlichen Rauhnächte auch Lösungsansätze hochgeploppt. Diese sind zwar im Vergleich zu den gesellschaftlich üblicherweise genutzten Strategien sehr ungewohnt anders. Im Grunde genau das Gegenstück dessen, was laufend im derzeitigen Denken sehr einseitig vor allem in Schule, Beruf und Freizeit trainiert wird – doch dafür auch ganzheitlicher.

Falls ich damit Recht behalten sollte und dies von ausreichend Menschen angenommen und gelebt wird, könnten meiner Ansicht nach so ziemlich alle sehr davon profitieren.

Neugierig geworden? Ich auch – wie weit und wohin dieser Weg letztlich führt. Und ob’s überhaupt klappen wird.
Ich werde jedenfalls versuchen, das alles nach und nach aufzuschreiben oder ein Referat mit Erlebnisbonus zu halten (bin schon dran Öffnen wir den Vorhang in die eigentliche Lebenswirklichkeit).

Bitte, bitte drückt mir ganz feste die Daumen, das meine innere Freude und Begeisterung als Antrieb zum Schreiben und vor allem Durchhalten ausreicht!

Falls sich jemand von Euch für die Ursprünge von Sprache(n) interessiert

Mario Prass hat dazu wirklich spannende Vorträge gehalten, hier zum Beispiel während eines Interviews. Falls auch hier die Zensur zuschlägt – ich hab’s vorsichtshalber auf meine Festplatte kopiert. Bei entsprechender Nachfrage sende ich es Euch gerne zu.

Auch das Werk Die Hochzeit der Menschheit„, von Rudolf John Gorsleben kann ich dazu sehr empfehlen! Ich habe mir das Druckexemplar besorgt und kann mich nicht entsinnen, jemals ein Buch so gründlich studiert zu haben. Es ist leicht zu lesen, in einer wunderbaren Sprache geschrieben und offenbart viele, viele erstaunliche Zusammenhänge.
Nach dem Lesen dieses Buches nimmt man das Wirken und Weben des Seins hier auf der Erde mit einem ganz anderen, sich weitenden Blick wahr – ein reell und spirituell zutiefst heilsamer Prozeß!

Joou… gerade stelle ich fest, das ich seit etwa 13:30 Uhr unentwegt schreibe – jetzt ist es kurz vor 20 Uhr. Das muß nächstes Mal deutlich schneller gehen! Aber Übung macht ja bekanntlich den Meister Öffnen wir den Vorhang in die eigentliche Lebenswirklichkeit Öffnen wir den Vorhang in die eigentliche Lebenswirklichkeit

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