Die Familie Bush – Reichtum und Macht auf dem Fundament der Nazi‘s?

Mich haben in diesem Beitrag vor allem die Verbindungen zu den deutschen Nationalsozialisten des Dritten Reiches, als auch zur heutigen Europäischen Union interessiert.

Im Folgenden nun eine chronologische Zusammenfassung, angeregt durch die Kurzdokumentation „Das dunkle Geheimnis der Familie Bush“ von NuoViso.TV (etwa 10 Minuten Spieldauer). Hinzugekommen sind zahlreiche ergänzende Informationen, die ich während der Suche nach sachlich „soliden“ Verweisen, ob nun bestätigend oder widerlegend, gefunden habe.

Wie der geneigte Leser wohl bei aufmerksamer Lektüre bemerken wird, habe ich mir dabei die beste Mühe gegeben, jedoch: ich bin keine ausgebildete Journalistin. Daher sind konstruktive Rückmeldungen immer herzlich willkommen!

Chronologische Zusammenfassung

Samuel Prescott Bush (1836 – 1948)

Ein Stahlfabrikant trifft Ölmagnaten

Als US-Regierungsmitglied und Stahlfabrikant war dieser bereits für die Koordinierung und Unterstützung wichtiger Waffenlieferanten im ersten Weltkrieg zuständig.

Samuel P. Bush war Leiter der Buckeye Steel Castings Company, die Teile für Eisenbahnen herstellte. Der damalige Chef dieser Firma war Frank Rockefeller ¹, Bruder von Ölmagnat John D. Rockefeller ², unter seinen Kunden waren die Unternehmen von Edward Henry Harriman.

Die Familien Bush und Harriman waren bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs eng verbunden (Quelle: Wikipedia, Samuel Prescott Bush).

Unter Buckeye Steel Castings Company heißt es im letzten Abschnitt:
„The Buckeye Steel Castings Company closed its doors due to insufficient capital in the early 2000s. An investment group purchased Buckeye Steel Castings, and reopened the foundry as Columbus Steel Castings. Unfortunately, the company closed in 2016 after filing for bankruptcy, and the buildings on its campus were demolished in 2018.“

Zusammengefaßt auf Deutsch:
„Die Buckeye Steel Castings Company schloß ihre Pforten [erst] zu Beginn der 2000er Jahre. Eine Investmentgruppe erwarb Buckeye Steel Castings und eröffnete sie als Columbus Steel Castings. Das Unternehmen schloß 2016 wegen Insolvenz, die Gebäude auf dem Campus wurden 2018 abgerissen.“

¹): Übernahme von Pioneer Oil Works erfolgte 1870 durch Heirat Frank Rockefellers mit einer der beiden Töchter von William C. Scofield. Diese Firma wurde bald an seinen Bruder John Rockefeller verkauft, der ebenfalls 1870 seine Standard Oil Company gegründet hatte (siehe Wikipedia, Frank Rockefeller, Geschäftsmann).

²): John Rockefeller legte mit seiner Firma Clark & Rockefeller durch den Verkauf von Getreide und Fleisch an die Armee den Grundstock für sein späteres Raffinerie-Geschäft mit Rohöl (siehe Wikipedia, Frank Rockefeller, Bürgerkriegsjahre).
Hierzu ein wirklich hervorragender Artikel des Spiegel vom 14.12.1981: Exxon und der Rest der Welt – von der Firma Standard Oil zu „Exxon“ und „Esso“.

Prescott Bush (1895 – 1972)

Sohn von Samuel Prescott Bush und Vater von Georg Bush.

Oberhaupt von Skull & Bones und Kontrolle des entstehenden Finanzmonopols

Während seines Studiums an der Yale-University wurde Prescott Bush, laut Telepolis, Väter und Söhne, Mitglied und Oberhaupt der berühmten Skull-and-Bones-Geheimgesellschaft, die dort seit knapp 200 Jahren ihren Sitz hat.

Große Namen, wie Eisenbahnmogule der Familie Vanderbilts, des Rockefeller-Clans oder des ehemaligen US-Außenministers John Kerry ziehren die Mitgliederliste von Skull & Bones, ebenso, wie die zwei Präsidenten, George Bush und George W. Bush.

Prescott Bush soll im May 1918 den Schädel des Apachenhäuptlings Geronimo aus dem Fort Sill bei Oklahoma eigenhändig ausgegraben und ihn als Geschenk der Bruderschaft präsentiert haben. Diese Legende gilt heute zwar als nicht verifiziert, wird aber selbst von der Universität nicht abgestritten (siehe Wikipedia, Geronimo, Grabraub und Petition).

Federal Reserve System

Der Aubau des US-amerikanischen Zentralbanken-Systems, auch bekannt unter dem Namen Federal Reserve System, kam nun zu einer vorläufigen Vollendung: die Gründung der FED am 23. Dezember 1913 initiiert von Paul Moritz Warburg.

Ich kann nur vermuten, das der Kontakt zur Familie Bush spätestens nach einem von Paul Moritz Warburg angeregten 10-tägigen Treffen auf Jekyll Island Ende 1910 zustande kam. Dieses Treffen fand im elitären Jekyll Island Club statt, dessen Besitzer John D. Rockefeller und J.P. Morgan waren (Quelle: Wikipedia, Federal Reserve System, Zustandekommen und Gründung) !

Die Frage der Etablierung einer Zentralbank war Teil des dauerhaften inneramerikanischen Konflikts zwischen Befürwortern zentralstaatlicher Gewalt, die die Rechte des Gesamtstaates ausbauen wollten (Föderalismus) und denen, die die Einhaltung und Wahrung der Gesetze den einzelnen US-Bundesstaaten überlassen wollten.
Der Vorschlag zur Etablierung einer Zentralbank nach europäischem Vorbild stammte von Paul Moritz Warburg (1868–1932) aus der Hamburger Bankiersdynastie Warburg (siehe Wikipedia, Federal Reserve System, Zustandekommen und Gründung).
Paul Warburg war Jude (Wikipedia, Paul Moritz Warburg, Leben). Er übernahm das New Yorker Bankhaus Kuhn, Loeb & Co durch Heirat mit Nina Loeb, Tochter von Solomon Loeb, ebenfalls jüdischer Abkunft.

Zur Familie Warburg siehe Das Jüdische Hamburg und Wikipedia, Warburg (Familie).

Prescott Sheldon Bush heiratete im August 1921 Dorothy Walker, die Tochter des Eisenbahn-Barons und Bankiers George Herbert Walker. Gemeinsam zogen sie die Investmentbank Brown Brothers Harriman & Co. sowie die Union-Banking-Corporation UBC auf (Näheres dazu siehe im folgenden Abschnitt. Quelle: Väter und Söhne, Telepolis).

Der Inhaber der Brown-Brothers-Harriman-Holding-Company war William Harriman. Dessen Bruder, Edward Harriman, der mit Prescott Bush verwandt war, gehörte ebenfalls zu den Mitgliedern von Skull & Bones.

Die Banken fungierten für deutsche Industrielle als Frontorganisationen für das USA-Geschäft. Auch Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht, dem reichsten Deutschen Friederich Flick und SS-Bankier Kurt von Schroeder war man zu Diensten. Die Bushs waren über Tochter- bzw. Tarnfirmen mit der halben deutschen Rüstungsindustrie verflochten, darunter auch die Schlesisch-Amerikanische Gesellschaft, die Gewinne aus der Zwangsarbeit u.a. im KZ Auschwitz zog (Quelle: Telepolis, Väter und Söhne).

Insbesondere zum Stahlmagnaten und Hitler-Finanzierer Fritz Thyssen unterhielt man umfangreiche Geschäftsbeziehungen.

Bereits vor der Machtergreifung Hitler‘s war man in der amerikanischen Botschaft verwundert über die finanziellen Mittel für Hitler‘s aufwändigen Wahlkampf und die Ausstattung der SA mit amerikanischen Waffen. Das die SS und Skull & Bones die nahezu identische Totenkopfsymbolik zeigten, war sicherlich ebenfalls dem reinen Zufall geschuldet (vgl. Kurzdokumentation „Das dunkle Geheimnis der Familie Bush“ von NuoViso.TV ab Minute 7:09).

Die Dulles-Brüder erscheinen auf der Bühne

Die Geschäfte der Bushs wurden über die 1879 gegründete Wirtschaftskanzlei Sullivan&Cromwell abgewickelt. Die von den Brüdern Allen Welsh Dulles¹ und John Foster Dulles² geführte Kanzlei unterhielt engste Kontakte zu Eliten des Nazi-Deutschlands.
Sie vertrat unter anderem das deutsche Chemiekartell IG-Farben, das für Hitler Treib- und Sprengstoffe herstellte (Quelle: Väter und Söhne, Telepolis).

¹): 1946 war Allen Welsh Dulles Präsident des Council on Foreign Relations (CFR) und 1948 Vorstand im American Committee for a United Europe. 1950 wurder er Berater des CIA und (in geheimer Mission) dortiger Direktor für spezielle Operationen. Gemäß Wikipedia, Allen Welsh Dulles, CIA soll Allen Dulles „statt klandestinen [geheimen] Aktivitäten öffentliche Propaganda durch private Institutionen“ favorisiert haben, „wobei er durchaus auch die Desinformation der amerikanischen Bevölkerung einbezog.“

²): Nähere Informationen über familiäre Verbindungen, siehe unter Wikipedia, John Foster Dulles, Erziehung und erste Schritte als Anwalt.
Es war John Foster Dulles, der im Artikel 231 des Versailler Vertrages die deutsche Alleinschuld juristisch ausformulierte (siehe Wikipedia, John Foster Dulles, erster Weltkrieg, vorletzter Absatz).

Das ‚Stahltrust-Projekt‘

Ein besonderer Fokus lag aber auf zwei Stahlwerken in Schlesien, welche die Union-Banking-Corporation von Thyssen und Flick erwarb und durch Prescott Bush, als Generaldirektor der Bank, in die Celesian American Corporation = „Schlesisch-Amerikanischen Gesellschaft SAC (?) überführt wurde (vgl. „Das dunkle Geheimnis der Familie Bush“, Minute 7:26 und Prescott Bush und die Nazis, sechster Abschnitt).

Pikant: eines der beiden Stahlwerke lag in unmittelbarer Nachbarschaft zum Konzentrationslager Auschwitz und beschäftigte zum großen Teil Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene.

Eine Untersuchung aus dem Jahr 1945 zeigt, dass die von Prescott Bush geführte Bank mit dem „Deutschen Stahltrust“ in Verbindung stand, der von Thyssen und Flick geleitet wurde – heute firmierend unter dem Namen Vereinigte Stahlwerke AG, mit Sitz in Düsseldorf.

Vgl. Buch von Alfred Reckendrees: Das ‚Stahltrust-Projekt. Die Gründung der Vereinigten Stahlwerke A.G. und ihre Unternehmensentwicklung 1926 – 1933. Bestehen hier etwa direkte Verbindungen zur IG-Farben, Walter Hallstein und zur heutigen EU?!!

Dazu ein weiteres Buch von Paul Ufermann mit dem Titel „Der deutsche Stahltrust“. Falls es jemand von Euch erwerben möchte und es nicht mehr erhältlich ist, könntet Ihr eventuell beim Verlag Der Schelm nachfragen.

Der „Deutsche Stahltrust“ produzierte die Hälfte des Stahls und über ein Drittel des Sprengstoffs sowie weitere strategische Materialien, die von der deutschen Kriegsmaschinerie während der Kriegsjahre gebraucht wurden (vgl. Prescott Bush und die Nazis).

Die Bänker verdienten auf diese Weise ein gigantisches Vermögen mit Waffen, welche gegen die eigenen alliierten Landsleute eingesetzt wurden und bedienten sich dabei vor allem jüdischer Zwangsarbeiter. Unter anderem dieser Tatsache geschuldet, unterschrieb US-Präsident Roosevelt bereits 1941 den Trading-with-the-Enemy-Act, der Geschäftsbeziehungen zu NS-Deutschland unter Strafe stellte.

Charles Higham, ehemaliger Reporter der New York Times, weist in seinem Buch „Trading with the Enemy“ darauf hin, das die US-Regierung dennoch versucht habe, die Rolle von Prescott Bush und vielen anderen führenden, amerikanischen Finanz- und Industriemagnaten bei der Unterstützung Hitler‘s zu verschleiern, da sie massive Aufstände in der Bevölkerung sowie Meutereien in den Streitkräften befürchtete.

Ende 1942 wurden die Union-Banking-Corporation und weitere Geschäfte von Bush und Harriman dann endlich beschlagnahmt. Erst neun Jahre später – und nach dem Tod Thyssens – gaben die US-Behörden die Union-Banking-Corporation an Harriman und Bush zurück. Die Eigentümer veräußerten daraufhin ihre Anteile und machten damit abermals ein riesen Vermögen.
Prescott Bush finanzierte damit nicht nur seine politische Karriere, sondern es diente als Anschubkapital für die Ölgeschäfte seines Sohnes George Bush, welcher später Präsident werden sollte (siehe Wikipedia, Enteignung während des zweiten Weltkrieges).

Jüdische Organisationen in den USA fordern bis heute, die Bush-Familie solle Entschädigungszahlungen an eine entsprechenden Fond oder an Holocaust-Gedenkstätten geben. Dies geschah nie. Ebenso, wie es nie eine öffentliche Entschuldigung gab, oder gar Distanzierung von der Beihilfe zum Erstarken des NS-Regimes.

Siehe dazu die Beiträge 400 Mio. Dollar verlangt – Auschwitzopfer verklagen Bush und Auschwitz-Klage: Bush muß vor Gericht aussagen.

Die wichtigsten Quellen zu dieser Seite

… neben den im laufenden Text aufgeführten Verlinkungen, sind:

(1) wie zu Beginn erwähnt, die Kurzdokumentation von NuoViso.TV „Das dunkle Geheimnis der Familie Bush“ und

(2) Väter und Söhne von Telepolis.

Ergänzende Links zum Weiterlesen

Das war’s für heute 🙂

Als nächstes möchte ich Euch was über die Wurzeln der EU zusammenstellen – ebenfalls mit erstaunlichen Verflechtungen.

Bis dahin: nicht verzagen und eine gute Zeit!

Eure Gabriele